Am 25.03. 1956 wurde durch Bischof Dibelius die Michaelskirche eingeweiht. Vielen gefällt die Schlichtheit der Michaelskirche: einfach, klar, hell. Der rechteckige Bau in Zeltform versinnbildlicht, dass das Gottesvolk immer unterwegs ist. Der freistehende Glockenturm und die Wände der Eingangs- und Rückseite der Kirche sind aus unverputzten Trümmer-Ziegeln des Zweiten Weltkriegs. Die Wurzeln der Gemeinde reichen zurück bis in das Jahr 1920. Ihre Geschichte beginnt mit dem Bau der Siedlung Lindenhof. Das älteste Gebäude gehörte der Stadt und diente wohl früher als Altersheim. Dieses Haus wurde für die vielen Kinder aus dem Lindenhof zur Schule umgebaut. In den Räumen der Schule durften die Gemeindeglieder Bibelstunden, Kirchenchor und Konfirmandenunterricht abhalten. Die Gottesdienste fanden in der Kapelle auf dem Städtischen Friedhof in der Eythstraße statt. Konfirmationen und Trauungen in der Schöneberger Muttergemeinde „Königin-Luise-Gedächtnis Kirche“. Wegen der Nähe wurden viele Menschen, aber auch in der Glaubenskirche getauft, getraut, konfirmiert. Im Jahr des Jubiläums gehen wir nun im Sommer mit der Kirchengemeinde Alt-Tempelhof neue Wege. Wir wünschen unseren beiden Schiffen, die sich ab Sommer 2016 als gemeinsame Gemeinde in die Zukunft aufmachen, eine gute „gemeinsame“ Fahrt.